Sitzinseln und mehr Ordnung beim Fahrradparken: Windthorststraße wird übersichtlicher


Die Windthorststraße wird täglich von Zehntausenden Menschen durchquert. Damit ist sie die zentrale Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt. Der Bereich zwischen Achtermannstraße und Von-Vincke-Straße wurde nun auf Initiative der ISG Bahnhofsviertel mit Unterstützung durch die Stadt Münster umgestaltet – zunächst testweise für drei Monate.

Ab sofort und bis Ende Juli laden Sitzinseln aus hellem Holz, Pflanzmodule und weitere Stadtmöbel dazu ein, kurz Station zu machen. Die Stadtmöbel stellt das „Zukunftsnetzwerk Mobilität e.V.“ kostenfrei zur Verfügung. Es unterstützt Kommunen dabei, mit temporären Umgestaltungen neue Möglichkeiten im Stadtraum auszuprobieren. 

An der Windthorststraße wurden vorhandene Bänke umgesetzt und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder mit neuen Markierungen klarer definiert. Diese Maßnahme hilft auch dabei, dass die Ladenlokale in den Erdgeschossen der Gebäude sichtbarer und zugänglicher werden – zwischen den Stellflächen für Fahrräder sind Wege zu den Geschäften entstanden. Ein Kontrolldienst wird verstärkt darauf achten, dass diese Durchgänge frei bleiben.

„Diese Maßnahmen sind ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Situation in der Windthorststraße“, erklärt die ISG-Vorsitzende Uta Deutschländer. „Gemeinsam mit unseren Partnern von der Stadt Münster und der Polizei konnten wir durch die Videoüberwachung, die Ordnung des Fahrradparkens und verstärkte Streifen bereits erhebliche Verbesserungen erzielen. Durch die Umgestaltung setzen wir nun eine weitere Maßnahme um, die die Aufenthaltsqualität in der Straße verbessert“, so Deutschländer weiter.

„Wir wollen diesen zentralen Raum im Bahnhofsviertel, der so stark frequentiert ist, übersichtlicher und sicherer gestalten“, sagt Oberbürgermeister Tilman Fuchs. Daran arbeitet auch die Polizei Münster mit – in enger Abstimmung mit dem städtischen Ordnungsamt. Da in der benachbarten Achtermannstraße zwei Pkw-Parkplätze umgewandelt werden zu Fahrradstellflächen, wird die Windthorststraße zusätzlich entlastet. „All diese Maßnahmen können wir schnell und kostengünstig realisieren. Sie tragen trotzdem dazu bei, dass Münsters Eingangstor zur Innenstadt geordneter und strukturierter wirkt“, sagt Stadtbaurat Robin Denstorff. 

Auch für die Pflege der Stadtmöbel ist gesorgt: „Wir als ISG sind nicht nur Impulsgeber für die Umgestaltung, sondern packen ganz praktisch mit an. Wir haben die Kästen bepflanzt und übernehmen die Bewässerung der Pflanzen“, sagt die ISG-Vorsitzende Uta Deutschländer.

Wichtig sei auch der intensive Austausch mit den Anliegern erklärt Deutschländer: „Die Windthorststraße wird von vielen unterschiedlichen Nutzern benutzt, deshalb ist eine enge Abstimmung und Evaluation wichtig. Deshalb haben wir bereits vorab eine Anliegerversammlung durchgeführt und werden das Projekt auch im Rahmen einer weiteren Versammlung evaluieren und auswerten. Außerdem gibt es die Möglichkeit seine Meinung ganz einfach online mitzuteilen.“

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